Last-Minute Niederlage in Salzburg

SV Austria Salzburg vs. FC Pinzgau Saalfelden; 3:2 (0:1). Tor: Sorda (51.) Rahmanovic (72.), Hödl (90.+2) bzw. Tandari (32.; 52.)

Der FC Pinzgau Saalfelden, der zum Herbstkehraus erneut auf zahlreichen Spieler und auch auf Trainer Christian Ziege verzichten musste, verliert durch ein Elfmetergeschenk in der Nachspielzeit gegen SV Austria mit 2:3.

Die Anfangsphase gehört ganz klar den Hausherren. Nach einem leichtfertigen Ballverlust wurde Kilian Schröcker bereits in der zweiten Spielminute auf die Probe gestellt. Der Schlussmann parierte mit einem tollen Reflex und hatte beim Nachschuss, der an die Querlatte ging, Glück. Austria Salzburg hatte zwar mehr vom Spiel, die Gäste aus Saalfelden waren aber immer gefährlich. Nach einer perfekten Flanke von Joao Pedro befördert Tamas Tandari das Spielgerät per spektakulären Seitfallzieher hauchdünn übers Tor. Wenige Augenblicke später legte Alfonso Ocampo-Chavez ideal per Kopf auf Lukas Moosmann ab, doch der Mittelfeldspieler vergab aus kurzer Distanz. Die Salzburger kamen trotz Feldüberlegenheit nur mehr zu Halbchancen. Nach etwas mehr als einer halben Stunde kam Tandari etwas glücklich an den Ball und traf überlegt per Kopfball zur 1:0 Pausenführung.

Die zweite Spielhälfte sollte denkbar schlecht beginnen. Die Hausherren nutzten ihre erste große Chance und trafen durch Marinko Sorda per Innenstange zum Ausgleich. Nach einer weiteren Möglichkeit durch Marco Hödl brachte Tandari seine Mannschaft durch einen platzierten Weitschuss und mit Hilfe der Innenstange sowie dem Torhüter erneut 2:1 in Führung. Danach folgte die beste Phase der Gäste, die durch Joao Pedro zwei gute Möglichkeiten ausließen. Auf der anderen Seite konnte Schröcker zweimal energisch eingreifen. In der 72. Minute kam Austria Salzburg durch einen Pressball an der Strafraumgrenze durch Din Nail Rahmanovic erneut zum Ausgleich. In der Schlussphase hatten die Pinzgauer durch ihren Kapitän noch eine tolle Einschussmöglichkeit, doch Tandari schloss völlig freistehend zu überhastet ab. Wie schon so oft in der laufenden Saison hatte Austria Salzburg in der Nachspielzeit das Glück auf ihrer Seite und nahm ein Elfmetergeschenk durch Marco Hödl dankend an.

STATEMENT

„Wir haben unsere Sache heute sehr gut gemacht, auch wenn uns zahlreiche Spieler gefehlt haben. Zum einen haben wir eine kämpferisch starke Leistung geboten, zum anderen fußballerisch auch viele gute Moment gehabt und uns einige gute Möglichkeiten erspielt. Wenn man dann nach so einem Spiel durch so einer Entscheidung verliert, ist das natürlich extrem bitter. Aber das zieht sich so durch die ganze Herbstsaison“, bilanzierte Co-Trainer Max Mariacher.

AUFSTELLUNG

Schröcker; Kitahara, Mühlbacher, Ziege Adjei; Moosmann; Ocampo-Chavez (70. Streitwieser), Ibrahimi, Joao Pedro, Fürstaller; Tandari